Ausgewählte Filme

Auf der folgenden Seite finden Sie in Kürze einige Bollywood-Filme, in denen der Tanz eine besondere Rolle spielt.

Filmbesprechungen:

  • Hum Dil De Chuke Sanam
  • Lagan
  • Devdas
  • Kabhi Kushi Kabhi Gham
  • Kaal Ho Na Ho
  • Main No Ha
  • Kuch Kuch Hota Hai
  • Taal
  • Veer Zaara

 

Hum Dil De Chuke Sanam (1999)
Hauptdarsteller:
Salman Khan (Samir)
Aishwarya Rai (Nandi)
Ajay (Devgan) (Vanaraj)

Regiseur: Sanjay Leela Bhansali
Produzent: Sanjay Leela Bhansali
Liedtexter: Mehboob
Musik: Ismail Darbar
Spieldauer: 187 Minuten
Sprache: Hindi (Optional englische Untertitel)

Sieht man den Film Hum Dil De Chuke Sanam fühlt man sich wie in einem schönen Traum. Die Geschichte beinhaltet alles, was man von einem Bollywood-Film erwartet: Romantik, Gefühle, Witz eingebetet in hinduistische Wertvorstellungen. Der Film hat elf Lieder, stimmungsvoll und zum Teil sehr mitreißend, auf jeden Fall tragen auch sie zum Erfolg des Filmes bei. Bombastisch sind auch die Tanzssequenzen. Es sollen bis zu 200 TänzerInnen mitwirken.

In einem wunderschönen Haus lebt der Sänger Pandit Darbar (Vikram Ghokle) mit seiner großen Familie. Seine Tochter Nandini (Aishwarya Rai) ist intelligent, beliebt und wen wundert es wunderschön. Zum Diwali-Fest (auf dem, wie auf allen anderen Feierlichkeiten, sehr viele Lieder gesungen werden) wird ein Gast erwartet, der aus Italien anreist, um bei Pandit Darbar zu studieren. Samir (Salman Khan) lebt nun bei der Familie und wie kann es anders sein: Samir und Nandini verlieben sich ineinander. Doch Darbar möchte seine Tochter mit Vanraj (Ajay Devgan) verheiraten, Anwalt und Sohn eines Freundes.

Als die Liebe zwischen Nandi und Samir bekannt wird, fordert Darbar von Samir seine guru-dakshina (Lehrgeld): Samir darf Nami nicht heiraten und muss Indien verlassen.

Unglücklich heiratet Nandini Vanraj. Doch Vanraj als sensibler Ehemann geht auf die Gefühle von Nandini ein und gemeinsam reisen sie nach Italien. Dort machen sie sich auf die Suche nach Samir…


Lagaan – Once Upon a Time in India (2001)

Hauptdarsteller:
Aamir Khan (Buhvaan)
Gracy Singh (Gauri)
Paul Blackthorne (Russel)
Rachel Shelley (Elizabeth)

Regie/Produzent: Ashutosh Gowariker
Musik: A. R. Rahman
Liedtexte: Javed Akhtar
Spieldauer:  220 Minuten
Sprache: Hindi (Optional englische Untertitel)

Lagaan ist der Film, den ich (als einzigen aller bisher gesehen Bollywood-Filme) an einem Stück geschaut habe, er hat mich gefesselt, die ganzen vier Stunden habe ich mitgefiebert, mal zu Tränen gerührt, mal den naiven Humor genossen. Selbst mein Freund ist nicht eingeschlafen.

Lagaan war nicht nur in Indien ein Erfolg, er gehört zu den wenigen Bollywood-Filmen, der auch international Anerkennung fand. Vorgestellt wurde er u.a. auf dem Filmfestivals von Locarno 2001 und Cannes. Es ist ein Bollywood-Film, der die perfekte Mischung von Tragik und Ironie, Macht und Naivität, Ausbeutung und Vaterlandsliebe zusammenbringt. Dies alles unter dem Deckmantel eines Cricket-Spiels: Dieses Spiel schafft das Kastendenken ab, Intoleranz wird abgebaut und der indische Nationalgeist gestärkt.
Wunderbar sind die Musik und Tanzeinlagen. Der Tanz wird hier als Stilmittel eingesetzt.  Auch das klassische Thema im indischen Tanz: Radha und Krishna wird aufgegriffen.


Devdas (2002)

Hauptdarsteller:
Shah Rukh Khan (Devdas)
Aishwarya Rai (Paro)
Madhuri Dixit (Chandramukhi)

Regie/Produzent: Sanjay Leela Bhansali
Musik: Ismail Darbar
Liedtexte: Nuarat Badr
Spieldauer: 185 Minuten
Sprache: Hindi (Optional englische Untertitel)

Der Film Devdas ist die x-te Verfilmung des bengalischen Schriftstellers Sarat Chandra Chatterjee. Die Geschichte ist denkbar einfach und doch sehr mitnehmend, wie so oft handelt sie von der unerfüllten Liebe. Top Bollywood-Schauspieler, traumhafte Kostüme, märchenhafte Atomsphäre und nicht zuletzt die wunderbaren Tanzszenen lassen diesen Film einmalig werden.

Die Geschichte ist einfach: Devdas ist der Sohn einer hochgestellten Brahmanen-Familie in Indien. Er verbringt eine wunderbare Kindheit mit seiner Jugendfreundin Paro. Aus der Jugendliebe wird eine tiefe innige Liebe. Doch diese Liebe bleibt unerfüllt. Paro und Devdas gehören nicht der gleichen Kaste an und Devdas kann sie deshalb nicht heiraten. Er schlägt Paros Vorschlag aus, gemeinsam durchzubrennen, zu stark sind die Fesseln der Tradition und die Angst vor den Älteren. Paro heiratet nun einen alten Witwer und Devdas versucht sein Leid durch Trinken  zu vergessen. Er trifft Chandramukhi, eine bildschöne Kurtisanin, die versucht ihn von seiner Agonie zu befreien. Doch Paro ist in Devdas Gedanken allgegenwärtig. Selbst die Liebe Chandramukhi´s zu Devdas hilft ihm nicht weiter. Die Erlösung findet er erst vor Paro´s Tür mit seinem letzten Atemzug.


Kabhi Kushi Kabhi Gham (2001)
„Sometimes happy sometimes sad“


Hauptdarsteller:
Amitabh Bachchan
Jaya Bachchan
Shah Rukh Khan
Kajol
Hrithik Roshan
Kareena Kapoor

Direktor: Karan Johar
Produzent: Yash Johar
Musik: Jatin-Lalit, Sandesh Shandilya, Aadesh Shrivastava
Liedtexte: Sameer, Anil Pandey
Spieldauer:
Sprache: hindi

Ein weiterer erfolgreicher Film des Bollywood-Traumpaares Kajol und Sharuk Kahn aus dem Jahr 2001. Khan spielt Rajul, den Sohn einer reichen Familie, der sich in die völlig unstandesgemäße Anjali (Kajol) verliebt. Als deren Vater stirbt, fühlt sich Rajul verpflichtet für sie und ihre jüngere Schwester zu sorgen und heiratet Anjali. Dies bringt ihn in Konflikt mit seiner Familie, die eine standesgemäße Ehe für ihn arrangiert hat, und sein Vater verstößt ihn. Anjali und Rajul gehen nach London und beginnen hier ein neues Leben.

Jahre später macht sich Rajuls jüngerer Bruder Rohan auf die Suche nach seinem verlorenen Bruder, da ihre Mutter das Fortgehen des Sohnes nie verkraftet hat. Er reist nach London und findet hier nicht nur Rajul und Anjali, sondern trifft auch deren jüngere Schwester und, wie sollte es sonst sein, verliebt sich in sie.

Kabhi Kushi Kabhie Khan gehört zu den den modernen Bollywood-Filmen, und spielt auch zu einem großen Teil im britischen Ausland. Dies spiegelt sich natürlich auch in den Tanzszenen wieder. Neben einigen wenigen klassisch-indisch inspirierten Szenen, finden sich vor allem moderne Choreographien mit Elementen aus Hip-Hop und Videoclipdancing. Schön sind auch die Liebeslieder vor exotischer Kulisse, es wurde sogar vor den Pyramiden von Gizeh gedreht. Alle Fans von Sharuk Khans Tanzstil kommen hier aber auf jeden Fall auf ihre Kosten.


Kaal Ho Na Ho (2003)
„Indian Love Story“

Hauptdarsteller:
Shah Rukh Khan
Preity Zinta
Saif Ali Khan
Jaya Bachchan

Direktor: Nikhil Advani
Produzent: Yash Johar
Musik: Shankar - Eshan - Loy
Liedtexte: Javed Akthar
Spieldauer:
Sprache: hindi (optional englische Untertitel)

Ebenfalls ein Film mit Sharuk Khan, die weibliche Hauptrolle wird von der ebenfalls sehr bekannten Schauspielerin Preity Zinta übernommen. Kaal Ho Na Ho lief auf RTL II. unter dem Titel „Lebe und denke nicht an morgen.“ Der Film gehört zu der modernen Sparte der Bollywood-Filme und spielt die gesamte Zeit in New York, einer Stadt, in der sehr viele Inder leben.

Nun zum Inhalt: Naina (Preity Zinta), eine junge indische Studentin, lebt mit ihrer Familie in New York. Ihr Leben ist nicht gerade leicht, der Vater ist tot und die Großmutter väterlicherseits gibt ihrer Mutter die Schuld daran, auch Nainas kleine Adoptivschwester akzeptiert sie nicht. Die familiäre Situation ist demnach äußerst prekär und Nainas Lebenseinstellung ist  nicht gerade positiv. Ihr bester Freund ist Rohit (Saif Ali Khan), ein Mitstudent, der heimlich in sie verliebt ist, aber auch das bemerkt Naina nicht, da sie nicht an die Liebe glaubt. Als in der Nachbarschaft der extrovertierte Aman (Sharuk Khan) einzieht, gerät er natürlich zunächst mit Naina aneinander, bald nähern sich die beiden aber an, Aman zeigt Naina die schönen Seiten des Lebens und sie verliebt sich in ihn. Auch Aman liebt Naina, da er er jedoch ein dunkles Geheimnis hat, verschweigt er ihr dies und hilft stattdessen Rohit Naina zu erobern.

Kaal Ho Na Ho ist ein sehr amüsanter Film, die Handlung hat die typischen, manchmal absurden, dramatischen Wendungen des Bollywood-Kino. Sharuk Khan kann in diesem Film seine komödiantischen Fähigkeiten sehr gut ausspielen und trägt ihn vor allem durch seine Person. Für Bollywood-Spezialisten gibt es zudem einiges zu entdecken, da Musik und Szenezitate aus bekannten Bollywood- Klassikern eingebaut sind, zudem gibt es Gastauftritte einiger Stars (welche wird nicht verraten). Für Bollywood-Tänzerinnen allerdings, die die schön ausgestatteten, bunten Tanzszenen in Saris lieben, bietet Kaal Ho Na Ho nicht besonders viel Material. Eine indische Version von Pretty Woman, die mit Bangrah und Hip Hop aufgepeppt wurde, ist zwar amüsant anzuschauen, reizt aber doch eher zum Lachen als zum Nachtanzen. Auch die weiteren Tanzszenen, vor allem eine Disco-Tanzszene, sind nicht gerade berauschend. Dennoch lohnt es sich den Film anzuschauen, da er amüsante drei Stunden Unterhaltung in bester Bollywood.-Manier bietet.


Main Hoon Na, Indien 2004

Darsteller: Sharuk Khan, Sushmita Sen, Zayed Khan
Regie: Farah Khan
Musik: Anu Malik
Sprache: Hindi

Ein weiterer Sharuk Khan Film, der auf RTL II unter dem Titel “Ich bin immer für dich da” lief.

Der Film ist eine wilde Mischung aus College-Komödie, Actionfilm und Familiendrama und enthält einige Spezialeffekte ala Matrix. Besonders interessant ist dabei, dass der pakistanisch-indische Konflikt die Basis der Handlung bildet, was in einem krassen Gegensatz zu den komödiantischen, manchmal nahezu albernen Szenen des Filmes steht.

Die Handlung ist relativ schnell erzählt: Sharukh Khan spielt den indischen Offizier Major Ram, dessen Vater von Terroristen umgebracht wurde, die einen von der Armee geplanten Gefangenenaustausch mit Pakistan verhindern wollen. Im Sterben liegend beichtet ihm sein Vater, dass er noch einen jüngeren Halbbruder hat und bittet Ram diesen zu finden.

Als der Major undercover zum Schutz der Tochter eines Generals in ein College in Nordindien eingeschleust wird, verfolgt er hier auch eigene Ziele, da er in Erfahrung bringen konnte, dass auch sein Bruder an diesem College studiert. Aus dem Thriller wird eine College-Komödie und Ram findet nicht nur seinen Bruder, er verliebt sich auch unsterblich in seine Chemieleherin (Sushmita Sen). Die Idylle wird jedoch bald von Terroristen erschüttert und Ram muss für die Sicherheit seiner Freunde kämpfen.

Main Hoon Na ist das Regiedebüt der Choreographin Farah Khan und bietet alles was man von einem typischen Bollywood-Film erwartet: Große Gefühle, bunte Tanzszenen, Herzschmerz aber auch starke komödiantische Aspekte, die manchmal jedoch hart an der Grenze des Klamauk sind. Eine Besonderheit ist zudem der Mix der Genres Komödie und Polittthriller. Khan bedient sich dabei vieler Hollywood-Klischees, angefangen bei der “unscheinbaren Schülerin”, die mit Hilfe neuer Kleidung zum schönen Schwan wird bis hin zu dem sonst vor allem für amerikanische Filme typischen Patriotismus, der gerade zum Ende des Filmes hin überhand nimmt.

Dennoch bietet Main Hoon Na 3 Stunden bunte Unterhaltung, die vor allem von dem Charisma Sharuk Khans lebt. Es gibt einige hübsche wenn auch nicht überragende Tanzszenen und das übliche Liebeslied, bei dem sich das Liebespaar wie in einem Videoclip ständig in anderer Kleidung an anderen Orten aufhält.


Kuch Kuch Hota Hai, Indien 1998

Darsteller: Sharuk Khan, Kajol, Rani Mukherjee, Salman Khan
Regie: Nikhil Advani, Karan Johar
Musik: Jatin Pandit, Lalit Pandit
Sprache: Hindi

Einer der bekannten Filme mit Sharuk Khan und Kajol in den Hauptrollen, letztes Jahr lief er auf Arte. Auch in diesem Film haben wir es ähnlich wie bei Main Hoon Na mit einer Mischung aus College-Film und Drama zu tun. Die Handlung beginnt nach einem kurzen tränenreichen Einstieg mit einer Rückblende in die Vergangenheit. Rahul (Sharuk Khan) und Anjali (Kajol) gehen gemeinsam aufs College und sind die besten Freunde. Als Tina (Rani Mukherjee) in ihre Klasse kommt, verliebt sich Rahul in sie, dadurch wird Anjalie bewusst, dass auch sie Rahul liebt, sie verheimlicht ihm jedoch ihre Gefühle.

Tina und Rahul heiraten und bekommen eine gemeinsame Tochter, die sie ebenfalls Anjali nennen. Leider überlebt Tina die Geburt ihrer Tochter nicht, sie hat jedoch viele Briefe an ihre Tochter geschrieben und zu jedem Geburstag darf diese einen lesen. Als Tina in ihrem achten Brief beschreibt, wie sie und Rahul zusammengekommen sind, erzählt sie auch von der große Anjali. Von diesem Zeitpunkt an will die kleine Anjali ihre Namensvetterin finden und mit ihrem Vater verkuppeln. In einem Feriencamp trifft das Mädchen schließlich auf Anjali, die hier als Tanzleherin arbeitet und sich von dem burschikosen Mädchen in eine wahre Schönheit verwandelt hat.

Kuch Kuch Hota Hai beginnt als sehr klischeebehaftete College-Komödie, die sich jedoch später zu einem schönen romatischen Liebesfilm entwickelt. Die Musik, besonders das Titellied ist gut, und wird wie in jedem Bollywood-Film stimmungsvoll mit Bildern untermalt. Das Besondere ist, dass für die Titelliedsequenz nicht etwa in der Schweiz, sondern vermutlich in Schottland gedreht wurde.


TAAL (1999)

Bekannt auch unter „Thaalam“

Hauptdarsteller :
Aishwarya Rai  (Mansi)
Akshaye Khanna (Manav)
Anil Kapoor (Vikrant Kapur)
Alok Nath (Tarababu)

Regisseur: Subhash Ghai
Musik : A.R. Rahman
Länge: 178 Minuten
Sprache: Hindi (Optional englische Untertitel)

Erzählt wird die Geschichte von Mansi. Die bildhübsche Tochter des armen aber angesehenen Künstlers Tarababu. In ihrer Heimat lernt sie Manav den Sohn einer steinreichen Mumbaier Familie kennen, doch ihrer Liebe und Heirat stehen viele Steine im Weg. Die zwei so gegensätzlichen Familien zerstreiten sich und Mansi trifft in ihrer Verzweiflung den Musikproduzenten Vikrant Kapur, der ihr verspricht, sie zu einer Starsängerin zu machen. Nun beginnt ihr langer Weg zum Star, hin- und hergerissen zwischen dem Erfolg und ihrer Liebe, zwischen zwei so unterschiedlichen Männern.

„Taal“ ist eine weitere erfolgreiche Produktion von Subhash Ghai, eine bissige wie auch unterhaltsame Satire auf die Musikproduktion im Bombay der Gegenwart, verpackt in einer traurigen Liebesgeschichte. Der recht einfache Inhalt wird von den hervorragenden Stars brillant dargeboten und die Musik von A.R.Rahman ist wie immer ein Ohrenschmaus. Der Film bietet eine schöne Unterhaltung mit vielen schönen Bildern, super Musik und einigen sehr ausgefallenen und beeindruckenden Tanzeinlagen.


Veer Zaara (2004)

Regie: Yash Chopra, Aditya Chopra  
Darsteller: Sharukh Khan, Preity Zinta, Rani Mukherjee
Filmmusik: Madan Mohan
Länge: 190 Minuten
Sprache: Hindi

Wer hat ihn nicht gesehen, den schönsten Masala-Schmachtfilm den das Jahr 2004 produziert hat und der vor einigen Wochen auch im deutschen Fernsehen zu sehen war.

Die Geschichte ist einfach aber höchst dramatisch. Der indische Pilot Veer Pratap Singh (Sharuk Khan) rettet der schönen Pakistanerin Zaara (Preity Zinta) das Leben und nimmt sie daraufhin mit zu seiner Familie. Die beiden verbringen einen einzigen Tag miteinander und verlieben sich unsterblich ineinander.

Dennoch muss Zaara wieder zurück in ihre Heimat und soll dort verheiratet werden, Veer kann diesen Gedanken nicht ertragen, reist ihr nach und sorgt durch sein Erscheinen während der Hochzeit für einen Skandal. Zaaras Vater erleidet durch den Schock einen Herzinfarkt, woraufhin die beiden Liebenden beschließen aufeinander zu verzichten und ihre familiären Pflichten zu erfüllen.

Veer will wieder zurück nach Indien reisen, der politisch einflussreiche Bräutigam Zaaras lässt ihn jedoch wegen Spionage verhaften und stellt ihn vor eine schicksalsschwere Wahl: Entweder er enthüllt die wahre Geschichte und stürzt Zaara dadurch in Schande, oder er gibt zu ein indischer Spion zu sein und verbringt sein restliches Leben im Gefängnis. Um seine Liebste zu schützen unterschreibt Veer ein Geständnis.

Zwanzig Jahre später, die junge engagierte Anwältin Samiya (Rani Mukherjee) sorgt dafür dass der Fall des vermeintlichen indischen Spions aufgerollt wird. Sensibel entlockt sie Veer die ganze Geschichte und macht sich auf die Suche nach Zaara…

„Veer und Zaara“ ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern vor allem ein Plädoyer für Frieden und Verständnis zwischen den beiden verfeindeten Staaten Indien und Pakistan. Das Thema wird nicht politisch angegangen, die Liebe zwischen den beiden Protagonisten, die alles für den anderen aufgeben, steht jedoch symbolisch für eine mögliche Annäherung dieser beiden Länder, die wie die Liebenden ihre Gemeinsamkeiten entdecken sollen.

Abgesehen von dieser politischen Botschaft ist „Veer und Zaara“ aber vor allem auch ein schöner Liebesfilm, mit „Taschentuchgarantie“. Für Tanzbegeisterte enthält das Drama zwar wenig Material, weswegen es aber nicht weniger sehenswert wird.